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Was sind temperamentvolle/lebhafte Hunde?
Haben Sie schon einmal einen Hund gesehen, der mit Begeisterung,
ja sogar fast mit einem Lächeln im Gesicht, durch saftige Wiesen
springt und seine Ohren dabei nur so fliegen. Allein beim Zuschauen glaubten
Sie zu spüren, dass die Lebensfreude des Hundes richtiggehend auf
Sie überspringt. Oder - kennen Sie Hunde, die richtig gehend motiviert
und freudig bei der Sache sind, wenn es beispielsweise darum geht im Wald
über einen umgefallenen Baum zu springen, oder aber auch ein Kommando
seines Besitzers auszuführen?
Ist der Wirbelwind im Feld, oder der freudig arbeitende Hund vielleicht
sogar Ihrer? Dann wissen Sie auch, dass diese Hunde für jeden Blödsinn
zu haben sind; von der Leine gelassen springen sie übermütig
umher und vermitteln das Gefühl, dass jeder einzelne Tag lebenswert
und voller Neuigkeiten, die es zu entdecken gilt, ist. Wie überall,
keine Sonne ohne Schatten, z.B.: fällt diesen Hunden das Gehen längerer
Strecken an durchhängender Leine sehr schwer, da Sie versuchen alles
Neue zu erkunden und ruhiges Liegen ist mit „Pfeffer“ im Hintern
natürlich auch nicht immer leicht. Einige unter ihnen sind wahre
„Draufgänger“ und kleine Verletzungen gehören fast
zum Alltag. Bei der Ausbildung/Erziehung strapazieren sie die Geduld,
aber auch den Einfallsreichtum ihrer Besitzer stark, aber sie revanchieren
sich, sobald man sie zu nehmen weiß, durch freudiges mitarbeiten.
Welche Hunde sind „betroffen“?
In einigen Rassestandards z.B.: Magyar Vislar ist „lebhaft“
als Wesensmerkmal enthalten, was aber noch lange nicht bedeutet, dass
alle Hunde dieser Rasse lebhaft sind. Es gibt aber auch Exemplare anderer
Rassen, die ihr Temperament in allen Zügen ausleben. Dabei handelt
es sich i.d.R. nicht um Problemhunde, sondern um lebensfrohe,
lustige Hunde. Auf Grund ihrer Art ist man versucht, sie einer eigenen
Rasse, der Rasse „Kasperl“ zuzuordnen.
Wie „bändigt man solche Hunde?
Das Wort „bändigt“ habe ich gewählt, da diese Hunde
ihre Besitzer sehr fordern, aber – sobald der Besitzer RICHTIG mit
ihnen umgeht – sehr freudig arbeiten und man manchmal das Gefühl
hat, als würden Sie einem Wünsche von den Augen ablesen können,
und das tollste, an schlechten Tagen verstehen sie es ihr Umfeld mit ihrer
Lebensfreude anzustecken.
Leider sind Ersthundbesitzer, aber auch Personen, die von ruhigen Hunden
„verwöhnt“ sind, mit temperamentvollen Hunden oftmals
überfordert. Zusätzlich wird das Ausbildungsprogramm in vielen
Hundeschulen diesen Hunden oft nicht gerecht. Die Hunde werden als unerziehbar,
hyperaktiv, etc. abgestempelt, und fallweise wird den Besitzern zu Würge-,
Stachelhalsbänder oder ähnlichem geraten. Tatsache ist jedoch,
dass mit (Stark)zwangmethoden diese Hunde keinesfalls ruhiger oder leichter
erziehbar werden, da Abwehrreaktionen, „Trotzreaktionen“ des
Hundes hinzukommen. Der Hund wird nervöser, schussliger oder sogar
ängstlich, da Zwangmethoden zu nervositäts- und angstbedingten
Falsch- und Überreaktionen führen. Manche Ausbilder meinen,
dass bei temperamentvollen Hunden eine Schilddrüsenuntersuchung angeraten
sei, aber lebhaft sein, heißt nicht krank sein!
Zum Wohle der Hunde, muss es zu einem Umdenken der Besitzer kommen, denn
von einem lebhaften Hund mit starkem Bewegungsdrang kann eben z.B.: kein
stundenlanges Gehen an durchhängender Leine gefordert werden. Sehr
wohl aber das Bewältigen kurzer Strecken bis zum Auslaufplatz und
auf jeden Fall das Kommen auf Ruf. Mit geschicktem Training können,
trotz des Schusselns derartiger Hunde auch Hundesportarten ausgeführt
werden, die exaktes Arbeiten verlangen, solange dem Hund ein entsprechender
Ausgleich geboten wird. Es bedarf jedoch einiger Erfahrung und auch das
Eingehen auf den einzelnen Hund um das Training auf seine Bedürfnisse
abzustimmen.
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temperamentvoller Nanok und lebhafter Tobi
im Alter von 14 Jahren |
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Ich
wünsche allen temperamentvollen Hunden Besitzer die sie verstehen,
Geduld haben und den „Willen“ den richtigen Umgang mit ihrem
Hund zu lernen – mögen alle Nanoks dieser Welt glücklich
sein.
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